Die IBA-Rezeptur folgt einer einfachen 3-2-1-Formel
- 90 ml Prosecco bilden die spritzige Basis.
- 60 ml Aperol sorgen für Farbe und bittersüße Aromen.
- 30 ml Sodawasser machen den Drink leichter und frischer.
- Serviert wird der Spritz auf viel Eis im Weinglas.
- Eine Orangenscheibe rundet Duft und Geschmack ab.

Die offizielle Spritz-Rezeptur der IBA auf einen Blick
Mit IBA ist bei dieser Rezeptfrage meist die International Bartenders Association gemeint, nicht eine bestimmte Messehalle oder ein einzelner Markenstand. Die offizielle IBA-Rezeptur nennt 90 ml Prosecco, 60 ml Aperol und einen Schuss Sodawasser.
| Zutat | Menge | Aufgabe im Drink |
|---|---|---|
| Prosecco | 90 ml | Bringt Frische, Säure und Perlage |
| Aperol | 60 ml | Liefert Bitterkeit, Süße und die orange Farbe |
| Sodawasser | etwa 30 ml | Lockert den Geschmack und verlängert den Drink |
| Orange | 1 Scheibe | Gibt frische Zitrusnoten an Nase und Gaumen |
Die Mengen entsprechen dem bekannten Verhältnis 3 Teile Prosecco, 2 Teile Aperol und 1 Teil Soda. Bei der offiziellen IBA-Angabe steht beim Soda „Splash“, also ein Schuss. Für zu Hause sind 30 ml ein verlässlicher Ausgangspunkt, den ich je nach Süße und Bitterkeit leicht anpasse.
Welche Zutaten wirklich einen Unterschied machen
Prosecco als spritzige Grundlage
Ich greife zu einem trockenen Prosecco, also zu Brut oder Extra Dry. Ein sehr süßer Schaumwein macht den Drink schnell klebrig, während ein trockener Prosecco die Süße des Aperol besser ausbalanciert. Wichtig ist vor allem, dass die Flasche gut gekühlt ist und der Schaumwein nicht schal wirkt.Aperol oder ein anderer Bitterlikör
Aperol ist die mildere Variante mit deutlichen Orangen- und Kräuternoten. Wer einen kräftigeren, weniger süßen Spritz bevorzugt, kann Aperol durch Campari ersetzen. Select wirkt würziger und Cynar erdiger, deshalb verändert sich nicht nur die Farbe, sondern auch der gesamte Charakter des Cocktails.
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Sodawasser und Garnitur
Das Sodawasser sollte möglichst kalt und stark karbonisiert sein. Zu wenig Kohlensäure lässt den Spritz flach erscheinen, zu viel Soda verdünnt die Aromen. Eine frische Orangenscheibe ist mehr als Dekoration, denn die ätherischen Öle aus der Schale prägen den ersten Eindruck deutlich.
So gelingt der Spritz Schritt für Schritt
- Ein großes Weinglas vollständig mit großen Eiswürfeln füllen.
- 90 ml gut gekühlten Prosecco langsam ins Glas geben.
- 60 ml Aperol hinzufügen, ohne die Kohlensäure unnötig herauszurühren.
- Etwa 30 ml Sodawasser darübergeben.
- Einmal vorsichtig umrühren und mit einer Orangenscheibe garnieren.
Ich gieße den Prosecco zuerst ein, weil sich die Zutaten dann sanfter verbinden und die Perlage länger erhalten bleibt. Ein häufiger Fehler ist kräftiges Umrühren wie bei einem Longdrink. Beim Spritz genügt eine ruhige Bewegung, sonst verliert der Cocktail seinen wichtigsten Reiz.
Das Eis sollte nicht knapp bemessen sein. Viel Eis kühlt besser, schmilzt langsamer und verhindert, dass der Drink innerhalb weniger Minuten wässrig wird. Kleine, bereits angeschmolzene Eiswürfel leisten hier deutlich weniger als große, harte Würfel.
Welcher Spritz zu welchem Geschmack passt
| Variante | Geschmack | Geeignet für |
|---|---|---|
| Aperol Spritz | Mild, fruchtig, bittersüß | Den klassischen Aperitif |
| Campari Spritz | Kräftiger, trockener und bitterer | Fans intensiver Aromen |
| Select Spritz | Würziger und markanter | Herzhafte Snacks und Cicchetti |
| Alkoholfreier Spritz | Fruchtig, bitter und leicht | Autofahrer und alkoholfreie Anlässe |
Für die alkoholfreie Version kombiniere ich einen alkoholfreien Bitteraperitif mit alkoholfreiem Schaumwein und Soda. Die 3-2-1-Regel kann bleiben, allerdings sind alkoholfreie Produkte oft süßer. Ein zusätzlicher Spritzer Zitronensaft oder etwas mehr Soda schafft dann mehr Spannung.
Auch bei der Speisenbegleitung muss es nicht kompliziert werden. Salzige Mandeln, Oliven, geröstete Kochbananen oder kleine Häppchen mit Avocado und Chili passen gut, weil ihre Würze die bittersüße Note auffängt. Besonders spannend finde ich Kombinationen mit afrikanischen Snacks, etwa würzigen Erdnüssen oder knusprigen Teigfladen.
Die häufigsten Fehler beim Mixen
- Zu warmer Prosecco: Der Drink wirkt schneller süß und verliert an Frische.
- Zu wenig Eis: Das Glas kühlt nicht ausreichend, während das wenige Eis rasch schmilzt.
- Falsches Verhältnis: Zu viel Aperol macht den Spritz schwer, zu viel Soda nimmt ihm den Charakter.
- Starkes Rühren: Die Kohlensäure verschwindet und der Cocktail schmeckt flach.
- Zu große Orangenschale: Eine dicke Schale kann bittere Noten verstärken.
Die Rezeptur ist kein starres Gesetz, aber sie bietet einen sehr guten Startpunkt. Ich würde zuerst das Originalverhältnis probieren und erst danach anpassen. Wer es trockener mag, reduziert den Aperol leicht; wer mehr Leichtigkeit möchte, erhöht das Soda um 10 bis 20 ml.
Mit der 3-2-1-Formel wird der Spritz zuverlässig gut
Die wichtigste Orientierung bleibt einfach. 90 ml Prosecco, 60 ml Aperol und rund 30 ml Soda ergeben einen ausgewogenen Spritz mit Frische, Bitterkeit und angenehmer Süße.
Für den besten Genuss zählen außerdem kalte Zutaten, reichlich Eis, ein großes Weinglas und eine frische Orange. So bleibt der Drink unkompliziert, aromatisch und flexibel genug, um ihn nach persönlichem Geschmack oder passend zu würzigen kleinen Speisen abzuwandeln.